Chinesisch lernen in Tongji

Einschreiben kann sich jeder, der bezahlt. Ein Semester Chinesisch kostete letztes Semester 8200 RMB. Ein Semester geht effektiv 4 Monate.

Die Klassen sind recht gross. Bis zu 30 Leute sitzen in einer Klasse. Es gibt auch Ausnahmen.

Unterricht ist von Montag bis Freitag, immer von 8:00 bis 11:40 (vier Schulstunden). Die Klassen sind eingeteilt von A1, A2, B1, B2, C1 bis C2 – wobei A1 die Anfaenger Klasse ist. An der Tongji sind erstaunlich viele Deutsche und sogar Schwiizer! Dafuer hab ich noch keine Hollaender gesehen. Die meisten Auslaender sind Koreaner und Japaner.

Die Klassenraeume sind modern ausgeruestet. Klimaanlage und neuwertige Tische und gepolsterte Stuehle. Der Hoerverstehen (TingLi) Lehrraum verfuegt ueber Terminals mit Kopfhoerer und Mikrofon fuer jeden Schueler. Jedesmal bevor der Unterricht beginnt, schaltet die Lehrerin einen Computer an – scheinbar damit das System funktioniert. Im Gegensatz dazu wird das Unterrichtsmaterial von Kassette abgespielt.

Die billigsten Studentenraume sind die auf der Nordseite des alten Studentenwohnheimes. Kosten: rund 45 RMB/Tag WENN man mindestens fuer 3 Monate mietet. Ansonsten fast doppelt so teuer. Alle Raume verfuegen ueber eine eigene Klimaanlage, Dusche/WC. Internet kann man auf dem Campus beantragen – Flatrate kostet 80 RMB/Monat. Ist eine echte Flatrate ohne Zwangstrennung. Der Downstream ist allerdings auf 60 kbps limitiert und laesst sich auch nicht upgraden.

Fernseher koennen an der Rezeption gemietet werden. Sind bestimmt zur WM bald alle vermietet.

Studentenwohnheim und Unterrichtsgebaeude sind 5 Minuten per Fussweg voneinander entfernt. Mensa ist direkt unten im Wohnheim eingebaut. Wer das Mensaessen nicht mehr sehen kann, der kann auch in das Restaurant gegenueber dem Unterrichtsgebaeude gehen. Ist allerdings wesentlich teurer.

Auf dem Kampus befinden sich zwei Geschaefte in denen man alles zum taeglichen (Ueber-)Leben an der Uni findet.

Jeder hat 50kWh Freiststom im Monat. Wer darueberkommt, muss nachzahlen. Gluecklicherweise ist Strom recht billig. Wasser ist gratis. Heisses Wasser gibt es von 12:30 bis nach Mitternacht. Also morgens nur kaltes Wasser.

Jede Etage verfuegt ueber eine „Gemeinschaftskueche“. Das sind ein Gasherd und zwei Muelleimer die daneben stehen.

Auf Wunsch gibt es sogar kostenlosen Zimmerservice. Ich hab die nur einmal kommen lassen. Die verwischen den Dreck nur von einer in die andere Ecke. Seit dem kuemmer ich mich lieber selbst um meinen Raum.

Gewaschen werden kann auf dem 1. Flur (Erdgeschoss nach deutschem Standard). Es werden zwei Bettbezuege zur Verfuegung gestellt um die man sich selbst kuemmern muss bzgl. Waschen und Beziehen.

Im Winter rate ich dringend von der Nordseite ab. Wer nur im Sommer studiert, ist mit der Nordseite besser beraten.

3 Kommentare zu Chinesisch lernen in Tongji

  1. Stephan sagt:

    Vielleicht ein grund für die relativ vielen Deutschen an der Tongji:
    Die TU München kooperiert mit der Tongji Universität Shanghai, allerdings hab ich noch nicht rausfinden können in wie weit ein Austausch dort möglich ist.

    Informationen unter http://cdhk.tongji.edu.cn

  2. Chris sagt:

    Da sind sicher noch mehr Uni’s die kooperieren. Ik hab sojar Berliner inner Klasse. Und Leute aus der Schweiz mit Stipendium. Ausgerechnet die kommen haeufig nicht zum Unterricht. 😉

  3. Lisa sagt:

    Hey,
    gibt es von jemanden eine email adresse damit ich noch ein paar Fagen übers studieren in Shanghai fragen kann?
    Vielen Danke!

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